Samstag, 12. Januar 2013

Im Auge des Taifuns

Als ich gestern so gemütlich vor mich hin gechillt habe, dachte ich mir noch: "Ach bei eliZZZa ist es so richtig gemütlich. Genau so hatte ich mir das vorgestellt - cooler Ausblick, keine Hektik, erholsame Stille... Das war allerdings - wie ich heute feststellen musste - nur die Stille vor dem Sturm.


IM AUGE DES TAIFUNS

Boah, kaum hatte ich mir in der Früh die Augen gerieben, ZAPP lag ich auch schon in einem gläsernen Sarg (oder so ähnlich) und wähnte mich in einem Alptraum. "Hey! Du willst mich doch nicht allen Ernstes in diese Kiste sperren! HILFE, ich brauch Luft!" "Heute ist Action-Tag!" erklärte eliZZZa ungerührt. "Du weißt ja, dass ich nur an einem Tag in der Woche meine Höhle verlasse und da wird dann alles reingepackt, was so zu erledigen ist." "Ja ey, ist ja spannend, aber doch nicht in dieser Kiste!" "Da biste sicher, weil..." und kramte Brieftasche, Kamera, Wasserflasche, iPad und sonst noch allerlei Zeugs auf meinen Sarg drauf. Kam ihr dann aber doch auch zu heftig vor und so landete ich schließlich in einer OFFENEN Kiste mit kuschelweicher Wolle, wo ich einen guten Ausblick hatte. Braves Mädchen!




 10 Minuten später der erste Stop. Was denn jetzt?! Ich soll der netten Frau meine Zunge rausstrecken, weil ich huste seit ich hier angekommen bin? Ach, das ist die nette Frau vom netten Doktor Meyer, die mich am liebsten gleich hierbehalten hätte (die ist ja auch ein großer nadelspiel-Fan, hat sie mir erzählt). Neee, is nix mit Hierbleiben.

Nugut, next stop Apotheke, wo ich lecker Hustensaft mit Himbeergeschmack kriege...
Gleich nebenan gibt es "die besten Jiaozi von Wien", wie eliZZZa meint. Die kichern ganz schön als ich mich auf der Theke breit mache.
Ich bestelle mir die vegetarischen - unsere Wochenendverpflegung ist gesichert und nun geht's weiter zu "einer Kundin", sagt eliZZZa bedeutungsvoll.
Vielleicht sollte sie mal das Eis von den Fenstern kratzen, das ist ja gemeingefährlich.
Apropos - während sie mir quer durch Wien tuckert, beschäftigt sie sich mit: Telefonieren, Frühstücken, Fotografieren, Zigaretten wutzeln, Cola schlürfen, in der Tasche herumkramen. SIE nennt das "Multitasking" - ICH nenn das... naja, wollen wir mal darüber hinwegsehen...
 "Tanken" nennt sie das, wenn sie so einen Rüssel in ihr Auto (das sie "Smartie" nennt und das mit bunten Häkelherzen geschmückt ist) steckt und das Teil füttert. Dabei darf ich auf dem Dach sitzen und zu ihrer Wohnburg rüberschauen. Ganz hinten, links von meinen Haaren und von ein paar dürren Bäumen verdeckt kann man die Burg erkennen...
Und weiter geht's bei strahlendem Sonnenschein von einem Ende von Wien zum anderen. Achja und zum "Multitasking" gehört iPad-Schauen. Und dabei diskutiert sie mit einer Nervtöterin namens "Navi", die ihr immer erklären will, wo's lang geht.
Die Navitante sagt: "Nach 300 Metern biegen sie links ab". eliZZZa meckert zurück: "Ich denk gar nicht dran..." und fährt geradeaus weiter.
 iiii - in einen Tunnel. Puhhh, gut, dass wir da schnell wieder draus sind, in Röhren werd ich nämlich schnell klaustrodings. Also gebaut wird hier auf Teufel komm raus, Kräne wohin das Auge reicht!
Und auf einem Haus hängt auf dem Dach ein Boot. Die spinnen doch, die Österreicher!
Dafür haben sie unheimlich schöne Schäfchenwolken ;)
Ganz hinten im Bild siehst Du ein riesiges Zelt. Und gleich daneben hat "die Kundin" IHRE Zelte aufgeschlagen. Da bin ich aber nun neugierig!
Die Conny ist wirklich lustig - und sie ist nicht nur "eine Kundin" sondern auch irgendwie mit eliZZZa verwandt. Und zum Geburtstag hat sie ihr eine winzige Orchidee geschenkt, die perfekt zu MIR passt! Während die Damen schnattern kann ich nun wieder ein bisschen chillen.
Aber nicht lange, denn bald geht's weiter zum Freitags-Shopping.
Das wird im Laufschritt erledigt und weiter geht's - yippiiieeehhh, ich hab die Donau gesehen - und sie war fast blau!
Und wieder einmal quer durch Wien, diesmal in die andere Richtung, Wolle an eliZZZa's Amoksträklerin, die liebe Traudi, liefern. Die will nicht aufs Bild - macht aber nix...
Mittlerweile bin ich schon ziemlich geplättet, aber fast zu Hause gibt's noch einen Abstecher zu Nachbarn Stefan, der ja ein berühmter Modefotograf ist. Da mach ich mich doch gleich nackisch - vielleicht wird's ja nochmal was mit Playboy-Fotos...

Puh, geschafft - endlich zu Hause. Und da wartet nun endlich Lucy auf mich (gestern hatte ich sie ja doch glatt verpennt) und begrüßt mich überschwenglich.


"Isch lübb disch ooch - aber jetzt muss ich wirklich chillen!" Endlich! Unser Sofa ist frisch bezogen (danke Betty!) und leuchtet in kuscheligen Rottönen.

Und jetzt ein Nickerchen... Also ICH bin morgen Out of Order und werd mich zu Lucy kuscheln. Am Sonntag wartet ja angeblich eine Überraschung auf mich. *hibbelhibbel*

Bis bald,
euer Sackgirl

Kommentare:

  1. hallo liebes Sackgirl,
    das ist ja toll, dass Du so weit rumkommst.
    Das war ja ein mega-anstrengender Tag. Da hast Du Dir einen Ruhetag verdient.Kuschel Dich an die Lucy und harre der Dinge die morgen auf Dich zukommen. Ich bin auch schon gespannt.
    Lg Marga, die dich doch ein bisschen vermisst.

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  2. Liebes Sackgirl,

    nach diesem Tag bist Du zurecht fix und alle. Ruh' Dich aus, damit Du für die Überraschung fit bist.

    Ich wundere mich schon ein wenig über Dich. Vor Deiner Reise warst Du ein total anständiges Mädchen und nun machst Du Dich nackig. tzztzztzz.
    Daran ist bestimmt die unanständig verrenkte Barbie beim Töpfchen schuld.

    LG Lila

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